Aktuelles

Franziska. Ein modernes Mysterium in fünf Akten an den Münchner Kammerspielen am 7. Dezember 2012

von Hartmut Vinçon

Endlich wird wieder einmal auf deutschen Bühnen Frank Wedekinds "Franziska" gespielt, schade, dass dies so selten der Fall ist, denn es geht in diesem Stück turbulent zu und für Schauspieler muss es ein wahres Vergnügen sein, sich in die grotesk überzeichneten Figuren hinein zu versetzen.

Wedekind zog, als er das Schauspiel 1911 verfasste, alle Register seines Könnens und bestückte es mit Tanz- und Chorliedern. Nicht von ungefähr trug das Werk vor der Veröffentlichung den Arbeitstitel "Hexensabbat". Thema ist der Ausbruch einer jungen Frau aus von Männern dominierten konventionellen Lebenszusammenhängen. Die Uraufführung fand am 30.11.1912 in den Münchner Kammerspielen statt. Die Münchner Zensurbehörde legte der öffentlichen Darstellung vor wie nach der Uraufführung Schwierigkeiten über Schwierigkeiten in den Weg, die bei den Proben unter Polizeiaufsicht zu einem Ohnmachtsanfall des Dichters führten.

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Mine-Haha oder Über die körperliche Erziehung der jungen Mädchen

von Hartmut Vinçon

Erstmals veröffentlichen wir online den Erstdruck von 1903 mit dem von Thomas Theodor Heine gestalteten Buchschmuck.

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Noch ist es Herbst ...

von Hartmut Vinçon

Aus Wedekinds unveröffentlicht gebliebenem Gedicht "Der Kuss"
(entstanden 1884), das er seiner Freundin Bertha Jahn zusandte,
bringen wir die Verse "Es naht der Herbst ..."

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American Lulu – Alban Bergs Oper „Lulu“ (1937) von Olga Neuwirth musikalisch überspielt

von Hartmut Vinçon

Uraufgeführt wurde am 30. September die neueste Oper der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth, American Lulu, ein Auftragswerk der Komischen Oper in Berlin. Olga Neuwirth bearbeitete Text und Musik des Ersten und Zweiten Akts und schrieb Text und Musik zum Dritten Akt völlig neu. „Bergs Musik der ersten beiden Akte ist“, so Neuwirth, „für eine Art Jazz-Ensemble orchestriert, denn es ist die Musik für Lulus Rückblende in die 50er Jahre New Orleans. Der Dritte Akt spielt im New York der 70er Jahre.“ Für den englischen Text des Librettos zeichnete vor allem die Übersetzerin Catherine Kerkhoff-Saxon verantwortlich. Die Inszenierung lag in den Händen des russischen Theater- und Filmregisseurs Kirill Serebrennikov, die musikalische Leitung übernahm Johannes Kalitzke.

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