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Dezember 2012

Franziska. Ein modernes Mysterium in fünf Akten an den Münchner Kammerspielen am 7. Dezember 2012

Endlich wird wieder einmal auf deutschen Bühnen Frank Wedekinds "Franziska" gespielt, schade, dass dies so selten der Fall ist, denn es geht in diesem Stück turbulent zu und für Schauspieler muss es ein wahres Vergnügen sein, sich in die grotesk überzeichneten Figuren hinein zu versetzen.

Wedekind zog, als er das Schauspiel 1911 verfasste, alle Register seines Könnens und bestückte es mit Tanz- und Chorliedern. Nicht von ungefähr trug das Werk vor der Veröffentlichung den Arbeitstitel "Hexensabbat". Thema ist der Ausbruch einer jungen Frau aus von Männern dominierten konventionellen Lebenszusammenhängen. Die Uraufführung fand am 30.11.1912 in den Münchner Kammerspielen statt. Die Münchner Zensurbehörde legte der öffentlichen Darstellung vor wie nach der Uraufführung Schwierigkeiten über Schwierigkeiten in den Weg, die bei den Proben unter Polizeiaufsicht zu einem Ohnmachtsanfall des Dichters führten.

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