Die Briefdatenbank der Korrespondenz Frank Wedekinds ist online.

Zielsetzung

Das Projekt der Online-Brief-Datenbank hat sich von Beginn an nicht nur die Konzeption eines exemplarischen Datenbank-Modells, sondern auch die virtuelle Einbindung der im Zuge der Kritischen Studienausgabe der Werke Frank Wedekinds gewonnenen Forschungsergebnisse zum Ziel gesetzt (Darmstädter Print-Edition in 15 Bänden, 1994-2013). Dank der Kritischen Studienausgabe der Werke, welche Wedekinds Gesamtwerk im kulturgeschichtlichen Kontext der Zeit verankert, lassen sich über die Online-Briefedition vielfältige semantische Beziehungen zwischen Werk- und Briefkorpus herstellen. Zusammen mit den online von uns vollständig veröffentlichten Tagebüchern bilden die Briefe von und an Wedekind eine bedeutende Materialbasis für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Werk und Person des Autors, für die biographische Geschichtsschreibung und für die Historiographie der Epoche des Fin de siècle zwischen 1880 und 1918. Einerseits kann die Wedekind-Korrespondenz als wissenschaftliches Hilfsmittel in Anspruch genommen werden, andererseits ermöglicht sie Einblicke in die Kultur einer im Umbruch befindlichen Epoche und stellt insgesamt ein hervorragendes Dokument der um 1900 gepflegten Briefkultur dar. Das editionsphilologische Konzept der Kritischen Briefedition ist unter unserem „Editorial“ aufrufbar: http://briefedition.wedekind.h-da.de.

Die Datenbank

Mit der für die digitale Wedekind-Briefedition neu konzipierten Systemarchitektur wurde durch zahlreiche Recherchetools und transparente Verweisungen ein komplexes, aber auch einfach zu bedienendes Informationssystem geschaffen. Neben der üblichen Volltextsuche wird die gezielte Suche nach Personen, Orten, Datumsangaben etc. angeboten. Ebenso ist eine gezielte Auswahl eines Briefwechsels möglich, um Konversationsketten analysieren zu können.

Die Suche

Der Einstieg in die Suche kann beispielsweise über die einfache „Suche“ ohne jeden Eintrag erfolgen. Aufgelistet werden dann sämtliche eingegebenen Briefe. Oder es wird der Name eines Briefschreibers eingetragen (z.B. Minna von Greyerz). Man erhält sämtliche Briefe von Minna von Greyerz an Frank Wedekind. Über Klick auf den Tab „Konversation“ eines aufgerufenen Dokuments wird der gesamte Briefwechsel angezeigt. Oder man benützt die „erweiterte Suche“.

Unter „Hilfe“ (http://briefedition.wedekind.h-da.de) erhält der Nutzer im Bedarfsfall detaillierte Such-Informationen.

Im Augenblick sind insgesamt 161 Dokumente eingepflegt und teilweise noch in Bearbeitung:

  • der Briefwechsel mit der Jugendfreundin Minna von Greyerz (einschließlich Einzelstellenkommentar, Faksimiles), zum großen Teil als Printversion 1989 veröffentlicht;
  • der Briefwechsel mit der Philosophin Olga Plümacher (Wedekinds Briefe sind verschollen), bislang unveröffentlicht;
  • der Briefwechsel mit dem Bruder und Schriftsteller Donald Wedekind. Bis auf einen Brief sind Frank Wedekinds Briefe an seinen Bruder verschollen.

Weiteres siehe hier unter Briefdatenbank online

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