Ein Frank Wedekind-Abend im Literaturhaus Hamburg. 14.2.2012

Es erwarten Sie: der Wedekind-Enkel Anatol Regnier und die Dramatikerin Kerstin Specht, die aus Wedekinds Prosa Amüsantes und Kritisches lesen werden, sowie die Literaturwissenschaftler Jörg Schönert (Hamburg) und Hartmut Vinçon (Darmstadt), die Sie mit Kurzvorträgen auf die Aktualität Wedekinds hinweisen möchten. Zudem wird gefeiert: Die Kritische Ausgabe des Gesamtwerks des insbesondere als Dramatiker hochgeschätzten Meisters der klassischen Moderne ist abgeschlossen und liegt im Häusser Verlag in fünfzehn Bänden vor. So kann vom bekannten und unbekannten Wedekind die Rede sein. tl_files/downloads/bilder/3-maggi.jpg
Wussten Sie, dass Frank Wedekind seine Karriere als Journalist bei Julius Maggi begann und auf das Maggi-Fläschchen  mit Würzkraft für Suppen humoristische Verse schmiedete? Wussten Sie, dass er in seinen Werken nicht nur für die sexuelle Emanzipation stritt, sondern zeitgleich mit den um 1900 entstehenden tiefenpsychologischen Schulen auf komplexe unbewusste Vorgänge der menschlichen Seele aufmerksam machte? Wussten Sie, dass er vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges zusammen mit anderen der sogenannten Zivilisationsliteraten dazu aufrief, gegen die Bewilligung der kriegsvorbereitenden Wehrvorlage im Reichstag zu protestieren? Die Hamburger Präsentation der ersten umfassenden Werkausgabe soll Ihnen Anreiz sein, Wedekind neu zu entdecken.

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