Frank Wedekind und Georg Büchner. Vortrag von Prof. Dr. Ariane Martin

Ariane Martin sichtet die wenigen Rezeptionszeugnisse, die von Wedekind selbst stammen, sowie die Zuschreibungen einer angeblich ausgeprägten Büchner-Rezeption aus seinem unmittelbaren Umfeld, auf die das verbreitete Bild von Büchner als Vorläufer Wedekinds einerseits zurückzuführen sein dürfte. Sie zeigt darüber hinaus einen kultur- und mediengeschichtlich weiter gespannten Rezeptionszusammenhang auf, der die beiden Dramatiker andererseits in eine Verbindung bringt, die im kulturellen Gedächtnis als selbstverständlich angenommen wird. Dabei wird deutlich, dass Rezeption sich im hier zur Debatte stehenden Fall von den Autoren und ihren Werken ablöst und ein gleichsam imaginäres Mischbild entsteht.

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