Tagebücher

Online-Publikation sämtlicher Tagebücher aus den Jahren 1889-1918 in Transkriptionsfassungen
Projektgruppe: Friederike Becker, Miroslav Brei, Martin Hahn, Prof. Dr. Hartmut Vinçon. Der Kommentar zu den Tagebüchern 1904-1918 ist in Arbeit. Anfragen zum Kommentar können an die Editions- und Forschungsstelle Frank Wedekind gerichtet werden. Sofern Erläuterungen bereits verfasst sind, geben wir gern Auskunft.

Zur Transkription

Die Überschriften sind vom Herausgeber gesetzt. Nur der zweite Teil des Pariser Tagebuchs (L 3502) besitzt einen von Wedekind verfassten Titel: Memoiren / beg. Paris, Dezember 1892. Die Seitenzählung von der Hand Wedekinds ist übernommen und in runde Klammern gesetzt; liegt sie nicht vor, wird der Seitenwechsel durch geraden Strich angezeigt. In den Typoskripten des Berliner und Münchner Tagebuchs ist Wedekinds Seitenzählung durch den Abschreiber in eckige Klammern gesetzt. Die Seitenzählung und die handschriftlichen Bemerkungen des Abschreibers zum Text sind kursiv hervorgehoben. Der Seitenumbruch des Typoskripts ist durch geraden Strich markiert.

Unterstreichungen im Text sind als Unterstreichungen und Streichungen als Streichungen wiedergegeben. Einfügungen über, unter und neben dem Text auf den Seitenrändern sind durch geschweifte Klammer {} gekennzeichnet. Unleserliche Stellen sind mit Xxx (großgeschriebenes Wort) und xxx (kleingeschriebenes Wort) ausgeführt. Schriftwechsel zwischen Kurrent- und Lateinischer Schrift ist durch unterschiedliche Schriftarten angezeigt. Um Missverständnisse zu vermeiden, sind an den Stellen, an denen nach damaliger Rechtsschreibung unbedingt ein Komma oder ein Punkt zu erwarten wäre, Kommas bzw. Punkte in spitzer Klammer <,> gesetzt. Orthographische Fehler sind nicht korrigiert. Jedoch ist durch Ausrufezeichen in spitzer Klammer <!> darauf aufmerksam gemacht oder bei eindeutigen Schreibversehen das Fehlende in spitzer Klammer ergänzt worden (Beispiel: A<r>mut statt Amut). Die Schreibweise von Namen in der Handschrift bleibt unangetastet, doch wird von Fall zu Fall durch Ausrufezeichen in spitzer Klammer darauf hingewiesen, dass die Schreibweise eines Namens (z.B. nach Gehör) mit dessen offizieller Schreibweise nicht übereinstimmt. Fragezeichen in spitzer Klammer <?> bedeutet: Die Lesung eines Wortes, z.B. eines Namens, ist unsicher. Sämtliche Hinweise der Herausgeber zum Tagebuchtext stehen in spitzer Klammer.

Das © dieser Transkriptionen liegt bei der Editions- und Forschungsstelle Frank Wedekind, Darmstadt.

Nicht authentische Tagebuch-Texte

Bei den folgenden Wedekind-Niederschriften handelt es sich nicht um authentische Tagebuch-Texte.

Reinhardt Tagebuch 11.9.1908
Über den Konflikt mit Max Reinhardt verfasste Wedekind am 11.9.1908 ein tagebuchartig angelegtes Dossier. Über das in mehreren Exemplaren maschinenschriftlich hergestellte synthetische Reinhardt Tagebuch informiert die Kritische Studienausgabe der Werke Frank Wedekinds in Band 5/II (Teilband 5.2), S. 278-281 (Text) und in Band 5/III, S. 695-792 (Kommentar).

Autobiographisches
Es handelt sich hierbei um einen literarischen Steckbrief, den Wedekind auf Wunsch des Schriftstellers Ferdinand Hardekopf am 28.4.1901 verfasste und 1910 unter dem Titel Autobiographisches in der Zeitschrift Pan 1911 veröffentlichen ließ. Über die Entstehung und Überlieferung des Textes informiert der Kommentar in der Kritischen Studienausgabe der Werke Frank Wedekinds, Band 5/III, S. 73-86.

Bei den Hallen und Ich langweile mich sind Erzählungen, erstmals im Sammelband Die Fürstin Russalka (1897) veröffentlicht. Bei den Hallen fußt auf Einträgen vom 8.-10.9.1893 in Wedekinds Pariser Tagebuch. Über die Überlieferungsgeschichte informiert die Kritische Studienausgabe der Werke Frank Wedekinds in Band 5/I, S. 372-389. Ich langweile mich ist als fiktiver Tagebuchtext entworfen. Über dessen Entstehung und Überlieferung informiert der Kommentar in der Kritischen Studienausgabe der Werke Frank Wedekinds, Band 5/I, S. 700-712.

Die Erzählung Middelsex Musikhall besitzt den Untertitel Ein Fragment aus meinem Londoner Tagebuch und wurde 1896 in der Münchner Zeitschrift Mephisto erstmals veröffentlicht. Der Text fußt auf nicht mehr überlieferten Seiten aus dem Londoner Tagebuch, wie in der Kritische Studienausgabe der Werke Frank Wedekinds, Band 5/I im Kommentar auf den S. 749-751 erläutert ist.

Das Erzählfragment Vor vier Jahren in London entstand vermutlich 1898. Text und Kommentar finden sich in der Kritischen Studienausgabe der Werke Frank Wedekinds in Band 5/I, S. 357 und S. 802-805.